Das Edelmetall Gold erfreut sich in den letzten Jahren großer Beliebtheit. Es wurde immer wieder für tot erklärt. Schlechte Rendite, zurückgehende Nachfrage, ein stabiles Bankensystem – so lauteten die Argumente der Gold-Kritiker. Doch das hat sich spätestens durch die internationale Finanzkrise geändert. Der Kauf von Gold wurde plötzlich wieder populär.

Nicht nur Pessimisten, die jederzeit mit dem Zusammenbruch des Wirtschaftssystems und einer Hyperionflation rechnen, sondern auch ganz “normale” Privatinvestoren sind mit einem Teil ihres Vermögens in Gold eingestiegen. Viele Experten raten dazu, einen Teil des eigenen Vermögens in Gold anzulegen. Wie groß dieser Teil sein soll, das hängt vom gefragten Experten (und in Konsequenz daraus vom Risikoverhalten des investierenden Anlegers) ab. Größenordnungen von 5 oder 10 Prozent sind aber auch von Optimisten zu hören, der Skeptiker wird wohl eher in Bereiche von 50 Prozent oder noch weit darüber gehen.

Die Goldanlage wird üblicherweise durch den Kauf von Anlagemünzen wie dem Krügerrand (bei kleineren Anlagen) oder durch den Kauf von Goldbarren realisiert. Solche standardisierten Gold-Anlageformen werden in einem großen Volumen gehandelt. Dadurch ist hier der Preis mit dem regulären Goldpreis nahezu identisch, es müssen keine Aufschläge bezahlt werden. Zudem ist ein Verkauf jederzeit möglich, da eine große Nachfrage besteht.

In der Tat wird beim Gold keine garantierte Rendite erzielt und steigt nur durch allgemeine Kurssteigerungen in seinem Wert an, anders als es beim Festzinskonto der Fall ist. Doch in Krisenzeiten ist Gold die sicherste Form der Geldanlage – das ist historisch bestätigt.