Aktien sind seit jeher eine beliebte Form der Geldanlage. Sie erlauben es auch privaten Kleinanlegern, durch den Erwerb einer einzigen (oder mehrerer) Aktien am Erfolg eines Unternehmens zu partizipieren. Nach dem deutschen Aktienrecht ist eine Aktie ein Wertpapier, welches den Anteil an einer Gesellschaft verbrieft.

Der Besitzer der Aktie wird zum Aktionär der Gesellschaft, deren Anteile er erworben hat, und kann in der Regel an den jährlichen Hauptversammlungen der Aktiengesellschaft teilnehmen und somit (zumindest theoretisch) die strategische Ausrichtung der Firma mitbestimmen.

In den 1990er Jahren wurde durch die Aufspaltung der Deutschen Bundespost ins mehrere Unternehmen und den Börsengang der Telekommunikationssparte unter dem Namen “Deutsche Telekom” ein durch eine massive Werbekampagne unterstützter Börsenboom ausgelöst. Man erinnere sich an die Werbespots mit dem bekannten Schauspieler Manfred Krug. Die Telekom hatte einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der Herausarbeitung einer deutschen Börsenkultur, deren Mangel von vielen Experten beklagt wurde – so war der Besitz von Aktien bei deutschen Privatanlegern Anfang der 1990er Jahre eine Seltenheit.

Ende der 1990er Jahre und um die Jahrtausendwende herum war ganz Deutschland im Börsenfieber. Kurse schienen nur eine Richtung zu kennen – nach oben! Da ständig neues Kapital in den Aktienhandel gepumpt wurde, explodierten selbst Kurse von Unternehmen ohne wirklichen Unternehmenserfolg, geschweige den solide Gewinne. Der Zusammenbruch der sogenannten “New Ecomomy” führte dann auch zu einem Ausstieg vieler enttäuschter Privatanleger aus dem Handel mit Aktien.

Doch trotz dieser Krise konnten sich Aktien als Teil der privaten Anlagestrategie auch in den Folgejahren etablieren, und selbst in der schweren Wirtschaftskrise von 2008, 2009 und 2010 halten private Anleger an ihren Aktien fest.

Anders als das Festzinskonto können Aktien keine konstante Rendite garantieren, man ist wie bereits beschrieben ein Anteilseigner am Unternehmen. Erzielt die Aktiengesellschaft gewinne, so können die zuständigen Gremien eine Ausschüttung in Form vom Dividenden an die Aktienhalter beschließen. Diese Verzinsung ist aber von der jeweiligen Unternehmenssituation abhängig – wer Planungssicherheit sucht, ist mit Festgeld bzw. einem Festzinskonto besser beraten.